60 km/h für Leichtkraftfahrzeuge

Warum Deutschland endlich handeln muss! Mehr Verkehrssicherheit. Mehr Mobilität. Weniger riskante Überholmanöver.

Die Diskussion um eine Anhebung der Höchstgeschwindigkeit für Kleinkrafträder und Leichtkraftfahrzeuge auf 60 km/h nimmt endlich Fahrt auf. Die FDP-Landtagsfraktion Nordrhein-Westfalen fordert, die aktuell geltende Begrenzung von 45 km/h zu überprüfen und auf Bundes- sowie EU-Ebene für eine moderne Regelung einzutreten. Ziel ist es, Kleinkrafträder und Leichtkraftfahrzeuge besser in den realen Verkehrsfluss zu integrieren und gefährliche Überholsituationen
zu reduzieren.

Aixamwelt unterstützt diese Forderung zu 100 Prozent.

Mehr noch: Wir fordern diese Anpassung nicht erst seit heute. Aus unserer täglichen Erfahrung mit Leichtfahrzeugen, Jugendlichen, Eltern, Pendlern und Menschen im ländlichen Raum wissen wir seit vielen Jahren:
Die 45-km/h-Regel ist nicht mehr zeitgemäß.

Sie bremst moderne Fahrzeuge künstlich aus, schafft unnötige Gefahrensituationen und erschwert genau den Menschen den Alltag, die auf bezahlbare, flexible und sichere Mobilität angewiesen sind.


Warum 45 km/h im Alltag oft zum Sicherheitsproblem werden

Leichtkraftfahrzeuge und sogenannte Mopedautos dürfen in Deutschland aktuell mit der Fahrerlaubnisklasse AM gefahren werden. Für vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge gilt dabei unter anderem eine bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit von maximal
45 km/h.

Auf dem Papier klingt 45 km/h nach einer vernünftigen Grenze. In der Realität sieht es anders aus. Innerorts gilt häufig Tempo 50. Auf Landstraßen sind 70, 80 oder 100 km/h üblich. Genau dort entsteht das Problem:
Wer mit 45 km/h unterwegs ist, wird von vielen Autofahrern als Hindernis wahrgenommen. Die Folge sind häufige und teils riskante Überholmanöver.

Gerade für junge Fahrerinnen und Fahrer ab 15 Jahren, die mit einem Aixam oder einem anderen Leichtfahrzeug zur Schule, Ausbildung, Arbeit oder zu Freizeitaktivitäten fahren, bedeutet das unnötigen Stress und zusätzliche Gefahr.

60 km/h würden hier einen entscheidenden Unterschied machen. Nicht, weil Leichtfahrzeuge plötzlich zu schnellen Autos werden sollen. Sondern weil sie besser im Verkehr mitschwimmen könnten.


60 km/h bedeuten nicht Raserei, sondern mehr Gleichmäßigkeit im Verkehrsfluss

Die Forderung nach 60 km/h ist keine extreme Position. Sie ist sachlich, praxisnah und sicherheitsorientiert.

Eine moderate Anhebung auf 60 km/h könnte gefährliche Geschwindigkeitsunterschiede reduzieren und Leichtfahrzeuge besser in den Verkehrsfluss integrieren. Besonders innerorts und im ländlichen Raum könnten dadurch riskante Überholmanöver abnehmen.

Genau diese Erfahrung sehen wir bei Aixamwelt seit Jahren:

  • Viele gefährliche Situationen entstehen nicht durch das Leichtfahrzeug selbst.
  • Sie entstehen durch ungeduldige Überholmanöver anderer Verkehrsteilnehmer.
  • 45 km/h wirken im heutigen Verkehr oft künstlich langsam.
  • 60 km/h wären ein realistischer, sicherer und moderner Kompromiss.

Ein Leichtfahrzeug mit 60 km/h wäre weiterhin ein kompaktes, sparsames und leichtes Mobilitätsfahrzeug. Aber es wäre im Alltag deutlich besser integrierbar.


Moderne Leichtfahrzeuge sind nicht mit alten Mopeds vergleichbar

Ein besonders wichtiger Punkt: Viele moderne Leichtkraftfahrzeuge sind technisch deutlich weiter als ihr veraltetes Image.

Aktuelle Aixam-Modelle bieten je nach Ausstattung unter anderem:

  • geschlossene Fahrgastzelle
  • Sicherheitsgurte
  • moderne Brems- und Fahrwerkstechnik wie z.B. ABS
  • gute Sichtbarkeit im Straßenverkehr
  • Komfort wie Heizung, Infotainment und Stauraum
  • Elektro- oder sparsame Verbrenner-Varianten
  • alltagstaugliche Mobilität bei geringen Unterhaltskosten

Gleichzeitig dürfen bestimmte alte DDR-Kleinkrafträder aufgrund von Bestandsschutzregelungen weiterhin bis zu 60 km/h fahren, während moderne Fahrzeuge mit aktueller Technik auf 45 km/h begrenzt bleiben. Aus unserer Sicht ist das kaum vermittelbar. Wenn ältere Fahrzeuge mit jahrzehntealter Technik 60 km/h fahren dürfen, muss es möglich sein, für moderne Leichtkraftfahrzeuge eine zeitgemäße Lösung zu schaffen.


Besonders wichtig für junge Menschen und den ländlichen Raum

Leichtkraftfahrzeuge sind keine Spielerei. Sie sind für viele Menschen ein echter Schlüssel zu mehr Selbstständigkeit.

Gerade im ländlichen Raum ist der öffentliche Nahverkehr oft eingeschränkt. Busse fahren selten, Verbindungen sind unpraktisch und viele Wege lassen sich ohne eigenes Fahrzeug kaum zuverlässig bewältigen.

Für Jugendliche ab 15 Jahren kann ein Leichtfahrzeug bedeuten:

  • selbstständig zur Schule fahren
  • pünktlich zur Ausbildung kommen
  • Nebenjob oder Praktikum erreichen
  • unabhängig von Eltern und Fahrdiensten sein
  • sicherer als mit Roller oder Moped unterwegs sein
  • auch bei Regen, Schnee und Dunkelheit mobil bleiben

Genau deshalb muss diese Diskussion deutschlandweit geführt werden.

Nicht nur in Nordrhein-Westfalen. Nicht nur regional. Sondern bundesweit.


Aixamwelt fordert: 60 km/h für moderne Leichtkraftfahrzeuge deutschlandweit ermöglichen

Unsere Position ist klar: Deutschland braucht eine moderne, faire und praxistaugliche Regelung für Leichtkraftfahrzeuge.

Wir unterstützen die Forderung nach 60 km/h vollständig und sehen darin einen wichtigen Schritt für:

  • mehr Verkehrssicherheit
  • weniger riskante Überholmanöver
  • bessere Mobilität im ländlichen Raum
  • mehr Selbstständigkeit für Jugendliche
  • eine realistischere Anpassung an den heutigen Straßenverkehr
  • eine Stärkung bezahlbarer Alltagsmobilität

Dabei geht es nicht darum, Sicherheitsstandards zu senken. Im Gegenteil: Eine Anhebung der Höchstgeschwindigkeit sollte selbstverständlich mit klaren technischen Anforderungen, geeigneter Fahrausbildung und moderner Fahrzeugtechnik verbunden sein. Aber die pauschale 45-km/h-Grenze passt nicht mehr zur Realität.


Warum 60 km/h auch gesellschaftlich sinnvoll wären

Mobilität ist Teilhabe. Wer mobil ist, kann Ausbildung, Arbeit, Schule, Freunde, Familie, Vereine und Freizeitangebote besser erreichen. Wer nicht mobil ist, wird schnell abhängig: von Eltern, Nachbarn, schlechten Busverbindungen oder teuren Alternativen. Leichtfahrzeuge schließen genau diese Lücke.

Sie sind kleiner, sparsamer und günstiger als klassische Autos. Sie brauchen weniger Platz, verursachen geringere Unterhaltskosten und bieten trotzdem deutlich mehr Schutz und Komfort als ein Roller. Eine 60-km/h-Regelung würde diese Fahrzeugklasse nicht revolutionieren, sondern endlich auf ein praxistaugliches Niveau bringen.

Das wäre kein Luxus. Das wäre ein echter Beitrag zu moderner Mobilität.


Unser Fazit: 60 km/h für Leichtfahrzeuge sind überfällig

Die Forderung nach 60 km/h für Kleinkrafträder und Leichtkraftfahrzeuge ist richtig, notwendig und längst überfällig.

Aus Sicht von Aixamwelt ist klar: 45 km/h sind im heutigen Verkehr oft zu langsam. 60 km/h wären sicherer, realistischer und fairer.

Wir begrüßen ausdrücklich, dass dieses Thema politisch wieder stärker diskutiert wird. Gleichzeitig fordern wir, dass daraus nicht nur eine Debatte bleibt, sondern eine konkrete bundesweite Lösung entsteht. Deutschland braucht Regeln, die zur Realität auf unseren Straßen passen. Und moderne Leichtkraftfahrzeuge verdienen endlich die Chance, ihr Potenzial für sichere, bezahlbare und unabhängige Mobilität voll auszuspielen.

Aixamwelt unterstützt 60 km/h für Leichtkraftfahrzeuge zu 100 Prozent – aus Überzeugung, aus Erfahrung und im Sinne aller,
die auf sichere Mobilität angewiesen sind.

 

Video der FDP-Fraktion NRW – 60 statt 45km/h Limit: Unsere Initiative für moderne #Mobilität!